BERATUNGSHOTLINE: 04144 698 9301 service@wiechardtundstaehr.de

Wasserpest im Gartenteich

Wasserpest ist eine weit verbreitete und beliebte Pflanze in der Aquaristik und in heimischen Gartenteichen. Sie zeichnet sich nicht nur durch ihre Robustheit und ihr explosionsartiges Wachstum, sondern auch durch ihre Eigenschaft als Wasser Verbesserer und ihr Nutzen für das Gewässer aus.

 

Ökologie der Wasserpest

Die Wasserpest gehört zu den Froschbissgewächsen und wird in sechs Unterarten unterteilt. Die ursprüngliche Heimat der Pflanze ist der asiatische Raum. Heute ist sie allerdings weltweit verbreitet und zählt zu den invasiven Pflanzenarten. In Europa sind bis zum heutigen Tag ausschließlich weibliche Pflanzen verbreitet. In Nordamerika hingegen kommen vereinzelnd männliche Pflanzen vor. Die Pflanze ist krautig und meist hellgrün. Sie wächst unter der Wasseroberfläche und bildet Wurzeln am Gewässergrund. Die Pflanze bildet lange, schlanke Stängel mit Blattverzweigungen. Diese dienen der Fortpflanzung und können oftmals bis zu mehreren Metern lang sein. In der Zeit vom späten Frühling bis frühen Herbst erfreuen sich Besitzer gern an den zarten, endständigen, weißen Blüten der Wasserpest. Mit ihrem dichten Blattteppich bietet die Pflanze vielen Jungfischen, aber auch Insekten oder Schnecken, ein perfektes Zuhause. Über den wissenschaftlichen Aspekt der Wasserpest hinaus ist sie eine schöne und nützliche Ergänzung für jeden Teich.

Wasserpest

 

Standort/ Wassertiefe/ Winterhärte der Wasserpest

Sobald einer der zarten Blattstängel abbricht, ist dieser in der Laage wieder auszutreiben und anzuwachsen. Das bedeutet, dass die Pflanze in einer sehr hohen Geschwindigkeit neue Pflanzen ausbilden kann und somit sehr schnell verbreitet wird. Dies gilt aber nicht nur für die Nachkömmlinge der Pflanze, sondern auch für sie selbst. Die Wasserpest kann in einer unglaublichen Geschwindigkeit wachsen und ganze Gewässer in Beschlag nehmen. Sowohl die Mutterpflanze als auch die abgebrochenen Zöglinge sind in der Lage den Winter unbeschadet zu überstehen. Diese Eigenschaft macht die Wasserpest zu einer sehr beliebten Pflanze für Teichneulinge und Gartenfreunde. Die erwähnten Stängel können bis zu mehreren Metern lang werden. Wichtigstes Wachstumsparameter für die Wasserpest ist ein hoher Nährstoffanteil im Gewässer. Des Weiteren benötigt die Pflanze ausreichend Licht. Hier bietet sich ein halbschattiger Standort des Gewässers an. Die Pflanze bevorzugt tiefe Gewässer. Diese sollten mindestens 100 cm tief sein, aber auch tiefere Gewässer stellen keine Herausforderung für die Wasserpest dar, somit ist die Wasserpest eine hervorragende Einsteigerpflanze. Sie benötigt wenig Pflege, gedeiht schnell und stellt sowohl an den Teichbesitzer als auch an das Gewässer keine großen Ansprüche.

Wasserpest

 

Pflanzung/ Pflege/ Düngung der beliebten Gartenteichpflanze

Da die Wasserpest eine solch robuste Pflanze ist, lässt sie sich sehr leicht vermehren. In den meisten Fällen reicht es, wenn einige wenige Stängel der Mutterpflanze in den heimischen Gartenteich gegeben werden und bereits nach wenigen Tagen können sich Mensch und Tier am Nutzen und der Schönheit erfreuen. Wenn man dieses Wachstum ein wenig begrenzen möchte, bietet sich hier die Nutzung eines Pflanzkorbes an. Die Pflege der Wasserpest ist überaus einfach, dadurch erfreut sich die Pflanze sehr hoher Beliebtheit bei Hobbyaquaristen und Teichfreunden. Durch das schnelle Wachstum ist größtenteils sogar das Gegenteil nötig. Oftmals muss die Pflanze regelmäßig in ihrem Wachstum begrenzt werden. Dies ist durch eine einfache Entnahme eines Teils der Pflanze möglich oder durch das Entfernen einzelner Blattverzweigungen. Auch das Düngen ist bei dieser invasiven Pflanze auf keinen Fall nötig, denn die Pflanze hebt die Qualität von Gewässern durch die Aufnahme von überflüssigen Nährstoffen und unterstützt somit das Filtern des Teiches. Aus diesem Grund erleichtert die Wasserpest jedem Besitzer die Pflege seines Gewässers und dient als natürliches Filtermedium. Sollte ein Teich einen erhöhten Nähstoffspiegel aufweisen und somit das Gleichgewicht im Gewässer gestört sein, bietet die Pflanze die Möglichkeit, diese als natürlichen Filter einzusetzen. Denn, sobald die Pflanze die überschüssigen Nährstoffe aufgenommen und gespeichert hat, kann diese dem Gewässer entnommen werden und beispielsweise kompostiert werden. Somit ist die Wasserpest ein natürlicher Helfer für das Gewässer. Sie verbessert die Wasserqualität und reguliert natürlich den Nährstoffgehalt in Aquarium, Zierteich oder heimischen Gartenteichen.

 

Unsere Meinung zur Pflanze

Aus unserer Sicht macht die Wasserpest ihrem Namen nicht alle Ehre. Bei einem gewissen Maß an Kontrolle ist sie nützlich für das Gewässer und kann das ökologische Gleichgewicht unterstützen. Sie hebt den Sauerstoffspiegel im Teich und ist ein wunderbarerer Gewässer Verbesserer. Außerdem sieht sie hübsch aus, bietet vielen Lebewesen ein schützendes Zuhause und ist einer der pflegeleichtesten Pflanzen im heimischen Gartenteiche.